Max Clarenbach

Max Clarenbach, eigentlich Maximilien Clarenbach (* 19. Mai 1880 in Neuss; † 9. Juli 1952 in Wittlaer), war ein deutscher Maler der Düsseldorfer Schule und als Mitbegründer des Sonderbundes in Düsseldorf einer der bedeutenden Vertreter der rheinischen Malerei im frühen 20. Jahrhundert. Seine nuancenreiche Malweise wurde vor allem durch die französischen Impressionisten beeinflusst.

Geboren in ärmlichen Verhältnissen, wurde Max Clarenbach mit 12 Jahren Vollwaise und wuchs bei seinen Großeltern mütterlicherseits auf. Bereits mit 13 Jahren erkannte Andreas Achenbach sein Talent, und Clarenbach wurde in die Elementarklasse der Kunstakademie Düsseldorf aufgenommen. Ihn unterrichteten Heinrich Lauenstein und Arthur Kampf, 1893 bis 1895 studierte er bei Gustav Wendling, außerdem nahm er Privatunterricht bei Eugen Dücker. Aufenthalte in Italien (1898) und Holland in Walcheren (1899) prägten seine Vorliebe für Landschaftsmalerei.

Nach ersten Ausstellungserfolgen beendete er 1903 sein Studium in Düsseldorf, heiratete die Düsseldorferin Alice Eitel und zog nach Bockum, wo er seit 1901 im Honnenhof im ehemaligen Atelier von Kampf arbeitete. Seit dieser Zeit entzündete sich Clarenbachs besondere Liebe zu der Landschaft zwischen Kaiserswerth und Bockum, vom Rhein landeinwärts bis Kalkum und Angermund, die er unzählige Male zeichnen, malen, radieren und lithografieren sollte. 1907 gehörte er der vorbereitenden Kommission und der Jury für die Deutsch-Nationale Kunstausstellung Düsseldorf an. Im selben Jahr erhielt er auf der Großen Berliner Kunstausstellung eine kleine Goldmedaille.

Seine Malweise orientierte sich in den folgenden Jahren an der Haager Schule und der Schule von Barbizon, gleichzeitig engagierte sich Clarenbach im Ausstellungsverband Düsseldorf und organisierte zusammen mit ehemaligen Akademieschülern Julius Bretz, August Deusser, Walter Ophey, Wilhelm Schmurr und den Brüdern Alfred und Otto Sohn-Rethel erste Ausstellungen, aus denen 1909 der durch die französischen Impressionisten stark geprägte Sonderbund hervorging, der sich bereits wieder 1915 offiziell auflöste.

Neben den von ihm besonders geschätzten Wintermotiven verstand sich Clarenbach auch auf die atmosphärische Beobachtung der anderen Jahreszeiten. Während zunächst die Landschaft des Niederrheins im Zentrum seines Schaffens stand, malte er später auch im Westerwald, Bergischen Land, dem Ruhrtal, ab 1912 häufig im Sauerland. Wenn auch die Landschaftsmalerei stets im Mittelpunkt seiner Arbeit blieb, folgten zwischen 1923 und 1930 Theater-, Sport- und Straßenszenen. Landschaftliche Motive des Regierungsbezirks Düsseldorf prägen die Wandbilder, die Max Clarenbach vor dem Ersten Weltkrieg für das Arbeitszimmer des Regierungspräsidenten im sogenannten Präsidentenschlösschen der Bezirksregierung Düsseldorf schuf.

Nach Eugen Dückers Tod übte Clarenbach von 1917 bis 1945 eine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie Düsseldorf aus und wohnte seit 1908 im Haus Clarenbach, entworfen vom Architekten Joseph Maria Olbrich am Heckenweg (Max-Clarenbach-Weg), heutige Anschrift „An der Kalvey 21“, mit Blick auf den Rhein, in Wittlaer.

1919 trat Clarenbach dem Künstlerverein Malkasten bei und trat dort bei Festen unter anderem bei kabarettistischen Darbietungen auf, 1929 zusammen mit Rudolf Brüning, Richard Gessner, Johannes Knubel, Werner Peiner, Wilhelm Schmurr und Hans Seyppel mit dem Künstlerkabarett „Morphium-Club“. 1936 richtete er eine Landakademie für die Sommersemester in Kalkar ein.

Nach der Machtübergabe der Nationalsozialisten war Clarenbach auf der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München vertreten. Karteikarten belegen, dass Hitler persönlich dafür sorgte, dass Werke von Max Clarenbach, obgleich schon angenommen, wieder entfernt wurden. 1939/40 hatte er die Position des Landesleiters in der Reichskammer der bildenden Künste inne. Später erkrankte er an Krebs und starb 1952. Beigesetzt wurde Max Clarenbach auf dem kleinen Friedhof seiner Heimatgemeinde Wittlaer. Nach Clarenbachs Tod wurde der gesamte Besitz einschließlich des Hauses und des Nachbargrundstücks von seiner zweiten Frau Ellen, geborene Becker, veräußert, um die beiden Töchter aus der ersten Ehe des Malers, Inge und Melitta, auszahlen zu können.

Max Clarenbach: Silvaplana mit Piz della Margna, Öl auf Leinwand, 63 x 85 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Silvaplana mit Piz della Margna, Öl auf Leinwand, 63 x 85 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Wilhelm Theodor Nocken

Wilhelm Theodor Nocken (* 1830 Düsseldorf, † 1905 Düsseldorf)

Nocken besuchte bereits als Elfjähriger Zeichenkurse an der Düsseldorfer Kunstakademie, von 1847 bis 1851 studierte er dort, von einem Stipendium unterstützt, bei Johann Wilhelm Schirmer (1807-1863), dessen Tradition der romantisch-dramatischen Landschaftsmalerei er fortführte.
Ab 1850 trat Nocken, der auch Mitglied des traditionsreichen Düsseldorfer Kunstvereins „Malkasten“ war, als Landschaftsmaler hervor, der seine Gemälde auf zahlreichen Ausstellungen deutschlandweit zeigte.
Seine Landschaftsgemälde zeigen Motive aus der Düsseldorfer Umgebung, dem Rheinland und dem Lahntal sowie aus den Alpen (Bayern, Tirol, Schweiz).

Werke u.a. im Besitz von: Museum Altenburg, Stadtmuseum Düsseldorf, Museum Wiesbaden. Akademische Ausstellung in Berlin 1905.
Literatur:
Willy Jaeckel (1888-1944). Gemälde-Pastelle-Aquarelle. Katalog zur Ausstellung „Mythos und Mondäne“ im Bröhan-Museum Berlin, hrg von Margrit Bröhan, Berlin 2003
Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819-1918, Band 3, Bruckmann München 1998

Wilhelm Theodor Nocken: Lauterbachfälle, Öl auf Leinwand, 78 x 94 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Lauterbachfälle, Öl auf Leinwand, 78 x 94 cm,
Privatbesitz (c) Joe Amberg

Walter Prell

Walter Prell (* 1857 in Leipzig; † 1936 in München) war ein deutscher Landschafts- und Genremaler der Düsseldorfer Schule.

Wie sein älterer Bruder Hermann besuchte Prell die Salzmannschule Schnepfenthal (1868–1870). Ab 1885 studierte er Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort war er von 1889 bis 1891 Schüler der Landschafterklasse von Eugen Dücker. Außerdem besuchte er die Académie Julian unter Jean-Paul Laurens und Jean-Joseph Benjamin-Constant. Studienreisen führten ihn durch Frankreich und die Niederlande. In den Jahren 1891 bis 1906 besuchte er Volendam. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs lebte er in Paris, danach in Znaim.

Literatur
Emmanuel Bénézit: Dictionnaire critique et documentaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs de tous les temps et de tous les pays. Gründ, Paris 1976, Band VIII, S. 479
Joachim Busse: Internationales Handbuch aller Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts. Wiesbaden 1977, S. 1001
[Quelle: Wikipedia]

Walter Prell: Piz Rondadura, Öl auf Leinwand, 97 x 146 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Piz Rondadura, Öl auf Leinwand, 97 x 146 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Weitere Künstler


Robert Amrein: bei Magliasina, Öl auf Leinwand, 1925, 40 x 49 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

bei Magliasina, Öl auf Leinwand, 1925, 40 x 49 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Emil Brehm: Rhonegletscher mit Galenstock, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Rhonegletscher mit Galenstock, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg


Emil Brehm: Königssee, Öl auf Leinwand, 49 x 59 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Königssee, Öl auf Leinwand, 49 x 59 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg


Sorgès: Gebirge mit Bergsee, Öl auf Leinwand, 41 x 76 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Gebirge mit Bergsee, Öl auf Leinwand, 41 x 76 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Joe Amberg

Dr. Joe Amberg (* 1964 in Männedorf), Hobbymaler und Autodidakt

Joe Amberg: Katze I, Bleistift auf Papier, 21 x 30 cm, 2000, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Katze I, Bleistift auf Papier, 21 x 30 cm, 2000, Privatbesitz
(c) Joe Amberg

Joe Amberg: Katze II, Bleistift auf Papier, 21 x 30 cm, 2000, Privatbesitz (c) Joe AmbergKatze II, Bleistift auf Papier, 21 x 30 cm, 2000, Privatbesitz
(c) Joe Amberg

Joe Amberg: Katze III, Bleistift auf Papier, 21 x 30 cm, 2000, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Katze III, Bleistift auf Papier, 21 x 30 cm, 2000, Privatbesitz
(c) Joe Amberg

Johannes Bartolomäus Duntze

Johannes Bartolomäus Duntze (* 6. Mai 1825 in Rablinghausen;† 20. Mai 1895 in Düsseldorf)

Geboren als Sohn des Bremer Pfarrers und Historikers Johann Hermann Duntze und der Elisabeth Ulrichs, studierte er 1839–42 an der Akademie der Bildenden Künste München, wo ihn Carl Rottmann beeinflusst haben dürfte, dann in Berlin bei Wilhelm Krause, in Antwerpen und 1851–55 in Genf bei Alexandre Calame. Bereits 1845 führte ihn eine Studienreise in das damals erst von wenigen Malern aufgesuchte Norwegen. 1855 besuchte er Paris. 1856 ließ er sich in Düsseldorf nieder, wo er 1858 dem Künstlerverein Malkasten beitrat. Weitere Studienreisen unternahm er in die Schweiz (Gemälde seit 1852), nach Tirol, nach Belgien und Holland.

Die Hauptthemenkreise sind Alpenlandschaften, Norwegenlandschaften und Winterlandschaften, die häufig in Holland angesiedelt sind und auch Architekturen sowie Genreszenen enthalten. Daneben malte er auch Rhein-, Lahn- und Mosellandschaften.

Es ist umstritten, ob Duntze aufgrund seines Wohnortes zur Düsseldorfer Schule zu rechnen ist. Er malte in Art der Romantiker sehr exakt mit dünnem Farbauftrag. Seine Freilandskizzen sind ebenfalls sehr fein ausgeführt, wodurch er sich von den führenden Düsseldorfer Malern dieser Zeit unterschied und mehr der Münchener und Schweizer Schule folgte. Die größeren Atelierbilder sind oft frei erfunden.

Seine Bilder sind farbenfroh und freundlich. Großen Wert legte er auf Lichteffekte, wobei er das Gegenlicht bevorzugte. Müller (1882) betont die „Klarheit der Luft und Schönheit der Färbung von Wasser und Land.“
Duntze beschickte zahlreiche deutsche und ausländische Ausstellungen, z. B. von 1866 bis 1888 regelmäßig die Berliner Akademieausstellungen, später englische, schweizerische und 1888/89 Kopenhagener Ausstellungen. Die Museen von Hamburg, Hannover, Stuttgart, Mainz, Bern und Genf und Sydney kauften Werke von ihm an.

Literatur
Boetticher, Malerwerke, Bd. 1, 1891
Weilbach, Nyt Dansk Kunstnerlexikon II (1897)
Brun, Schweizerisches Künstlerlexikon, I (1905)
Die Dioskuren 1860 bis 1873 passim
Kunstchronik I 132
Müller, Hermann Alexander: Biographisches Künstlerlexikon, Leipzig, 1882
Kunst für Alle X (1895) 300
E.B. in: Thieme-Becker
Roth, Carsten in: Lexikon der Düsseldorfer Malerschule, 1, 1997
Brenske, Helmut: Werksverzeichnis Johannes Bartholomäus Duntze. Hannover 2008.

Die „Thunerseelandschaft mit Schloss Oberhofen“ dürfte nach einem Aufenthalt im Berner Oberland entstanden sein, als Johannes Bartholomäus Duntze unter dem Einfluss Alexandre Calames die Alpenwelt auf der Suche nach Motiven durchstreifte.

Johannes Bartolomäus Duntze: Thunerseelandschaft mit Schloss Oberhofen, Öl auf Leinwand, 79 x 108 cm, Privatbesitz(c) Joe Amberg
Thunerseelandschaft mit Schloss Oberhofen, Öl auf Leinwand, 1854, 79 x 108 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Johannes Bartolomäus Duntze: Gebirgssee in Norwegen 1856 mit Fischerkahn, Öl auf Leinwand, 275 x 370 mm, Privatbesitz(c) Joe Amberg
Gebirgssee in Norwegen 1856 mit Fischerkahn, Öl auf Leinwand,
275 x 370 mm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Edward Theodore Compton

Edward Theodore Compton, meist E. T. Compton genannt (* 29. Juli 1849 in Stoke Newington, England; † 22. März 1921 in Feldafing) war ein englischer Alpenmaler und Bergsteiger. Er lebte seit seinem 18. Lebensjahr in Deutschland und nahm damals auch die deutsche Staatsangehörigkeit an. Als Bergsteiger konnte er gut 300 bedeutende Ersteigungen durchführen, darunter nicht weniger als 27 Erstbesteigungen. Bis heute ist Compton für seine 1700 Bergmotive in eindrucksvollen und gleichzeitig topografisch genauen Aquarelle, Feder- und Pinselzeichnungen bekannt.

Compton wurde 1849 in Stoke Newington (heute ein Vorort von London) als Sohn des kunstsinnigen Versicherungsagenten Theodore Compton geboren. In seinem Elternhaus (fromme Quäkerfamilie) standen uneingeschränkte Naturerlebnisse im Mittelpunkt des familiären Alltags. 1863 begann Compton mit ersten Naturstudien und besuchte verschiedene englische Kunstschulen, so auch für kurze Zeit die Royal Academy of Arts in London. Ansonsten bildete er sich autodidaktisch weiter und arbeitete an Motiven aus den englischen Seengebieten.

Comptons Vater versuchte, seinen Kindern eine möglichst gute Schulbildung zu ermöglichen. Die hohen Schulkosten in England und eine insbesondere für seinen kunstbegabten Sohn Edward Theodore ideale Umgebung veranlassten die Familie, 1867 nach Deutschland auszuwandern und nach Darmstadt überzusiedeln. Tatsächlich war Darmstadt zu jener Zeit als Residenz des Großherzogtums Hessen unter Großherzog Ludwig II. eine Künstlerhochburg, in der sich viele Künstler in dem Rheinischen Kunstvereins zusammengeschlossen hatten. Auch gab es eine besondere Museums-Zeichenschule, die viele interessierte junge Menschen anzog und aus der unter anderem auch der später als Landschaftsmaler bekannte Eugen Bracht hervorging. Aus Comptons Tagebuchaufzeichnungen geht hervor, dass nicht nur sein Vater sondern auch er in Darmstadt Zeichenunterricht erteilten. Zum Beispiel gehörte die Hessen-Prinzessin Alice zu seinen Schülerinnen.

Noch im Jahr 1867 unternahm Compton eine Rheinlandreise und schuf mehrere Skizzenbücher, die aber leider nicht zusammenhängend erhalten sind. Dafür das in den Monaten Mai und Juni 1868 auf den Wanderungen an der Mosel und durch die Eifel entstandene Skizzenbuch. Im Juli 1868 reiste die gesamte Compton-Familie in das Berner Oberland, nachdem Edward Theodore bereits 1867 den Thuner See besucht und davon begeistert berichtet hatte. Auf dieser zweiten Reise soll sich Compton während der Überfahrt über den Thuner See spontan entschlossen haben, Bergmaler und Bergsteiger zu werden, als sich der Nebel überraschend teilte und Eiger, Mönch und Jungfrau fast visionär über ihm standen.

1872 heiratete er die Münchnerin Gusti von Romako und unternahm mit ihr eine zweijährige Reise, die das junge Paar nach Tirol, Kärnten und Italien führte. 1874 – Compton war jetzt 24 Jahre alt – ließen sich die beiden schließlich in Feldafing am Starnberger See nieder.

In den folgenden Jahren reiste Compton in die Gebirgswelt von Österreich, Skandinavien, Nordafrika, Korsika und Spanien und verarbeitete seine Reiseeindrücke in einer Vielzahl von Ölbildern und Aquarellen, aber auch in Tuschezeichnungen. Das Übergewicht der alpine Szenen verdeckt, dass Compton auch außerhalb liegende Gebiete besucht und in Bildern festgehalten hat, wie beispielsweise die Hohe Tatra, das Schottische Hochland und die Hebriden, aber auch die Lofoten und das Nordkap sowie die kolumbianischen Anden.

Die bei seinen Bergsteigertouren in den Alpen, den Pyrenäen, in Korsika und Schottland empfangenen Eindrücke verarbeitete er in Ölgemälden, Aquarellen und Tuschezeichnungen, die mit ihren topografisch korrekten Ansichten dokumentarischen Wert besitzen. 1880 wurde er Mitglied der Royal Academy London, sowie des exklusiven britischen Alpine Club und des Deutschen und Österreichischen Alpenverein (DuÖAV). Neben seiner Tätigkeit als Maler war Compton als Illustrator für verschiedene alpine Zeitschriften und Publikationen tätig.

1909 wurde Compton von seinem Freund Karl Blodig auf vielen Touren in der Silvretta begleitet. In der Zeit des Ersten Weltkriegs erreichte Compton eine Einladung des österreichischen Heereskommandos, Bilder von der Gebirgsfront zu malen. Das Bayerische Oberkommando untersagte ihm dies aber, obwohl sich Berlin zustimmend geäußert hatte. Zudem wurde er damals von der Münchener Künstlergenossenschaft ausgeschlossen, weil er Engländer war.

Europaweit bekannt wurde Compton auch als Illustrator in den Publikationen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins (DuÖAV). Auch die Abbildungen in Emil Zsigmondys Buch „Im Hochgebirge“ (1889) gehen auf ihn zurück, ebenso die Illustrationen in „Alpinismus in Bildern“ von Steinitzer (1913) oder „Über Fels und Firn“ von H. Hess (1901). Im Alter von 72 Jahren starb der Maler und Bergsteiger Edward Theodore Compton am 22. März 1921 in Feldafing am Starnberger See.
(Quelle: Wikipedia, Juni 2012)

Edward Theodore Compton: Lago Luasendro, St. Gotthard, 1909, Aquarell, 20 x 34 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Lago Luasendro, St. Gotthard, 1909, Aquarell, 20 x 34 cm,
Privatbesitz (c) Joe Amberg

Edward Theodore Compton: Piz Bernina mit Morteratschgletscher, Aquarell, 30 x 44 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Piz Bernina mit Morteratschgletscher, Aquarell, 30 x 44 cm,
Privatbesitz (c) Joe Amberg

William Stanley Haseltine

William Stanley Haseltine (* 11. Juni 1835 in Philadelphia, USA; † 3. Februar 1900 in Rom, Italien) war ein US-amerikanischer Landschaftsmaler in der Tradition der Düsseldorfer Schule und der Hudson River School.

Haseltine wurde als Sohn des erfolgreichen Geschäftsmanns John Haseltine und seiner Frau Elizabeth Stanley Shinn geboren. Haseltine absolvierte die Harvard University 1854. Kurze Zeit nahm er in Philadelphia Unterricht bei dem deutschen Maler Paul Weber, bei dem er 1853 den Maler William Trost Richards kennenlernte. Im Frühjahr 1855 debütierte Haseltine in einer Ausstellung der Pennsylvania Academy of the Fine Arts. Mit Weber reiste Haseltine im Sommer 1855 nach Düsseldorf, wo er privat bei Andreas Achenbach und Emanuel Leutze studierte. Künstlerische Impulse empfing er ferner durch das Nachwirken Johann Wilhelm Schirmers, der als Professor der Kunstakademie Düsseldorf bis 1854 die dortige Landschaftsmalerei geprägt hatte. 1856 kam auch Richards nach Düsseldorf. 1856/1857 war Haseltine Mitglied des Düsseldorfer Künstlervereins Malkasten, wo sich ein Kreis US-amerikanischer Maler gebildet hatte. Mit Leutze, Albert Bierstadt und Worthington Whittredge unternahm er 1856 eine längere Studienreise an Rhein, Ahr und Nahe und über die Schweiz bis nach Norditalien. Eine weitere Reise führte ihn im Winter 1857/1858 nach Rom und im Frühjahr 1858 auf die Insel Capri, deren Zauber ihn tief berührt haben soll. Laut seiner Tochter und Biografin Helen Haseltine Plowden (1873–1977) wohnte er auch bei späteren Besuchen immer wieder in einem alten Kloster auf einem Berg. Es hätten Nazarener, welche Haseltine durch Oswald Achenbach, den Bruder seines Lehrers Andreas Achenbach, kennengelernt hatte, für malerische Zwecke entdeckt.

Ende 1858 kehrte er in die Vereinigten Staaten zurück, wo er 1860 zum Associate und 1861 zum Vollmitglied der National Academy of Design gewählt wurde. Ab 1859 lebte er eine Zeit in New York City, wo er sich erstmals im Künstlerhaus The Tenth Street Studio Building etablierte, neben Frederic Edwin Church und den ihm aus Düsseldorfer Zeiten bekannten Malerkollegen Bierstadt und Whittredge. Mit Bierstadt teilte er ein Atelier. Von dort aus führten ihn Studienreisen nach Neuengland, an den Delaware River und in weitere malerische Landstriche der US-amerikanischen Ostküste. Besonderes Interesse zeigte er dabei und in der Folgezeit für geologische Formationen und deren Entstehungstheorien, was in der malerisch detaillierten Wiedergabe von Felsstrukturen zum Ausdruck kommt. In Malweise und Komposition nahm er in vielen seiner Bilder die später unter dem Begriff Luminism bezeichneten Charakteristika auf.

Im Mai 1866 übersiedelte Haseltine zusammen mit seiner Familie nach Frankreich. In Paris hatte er Kontakt mit Vertretern der Schule von Barbizon und stellte im Salon aus. Obwohl er erwogen hatte, in der französischen Kunstmetropole zu bleiben, ließ er sich 1869 in Rom nieder. Auch dort gab es eine große Künstlerkolonie, darunter viele Landsleute. Mit großem wirtschaftlichen und künstlerischen Erfolg malte er Landschaften, vorrangig für ein US-amerikanisches Publikum. Den Rest seines Lebens verbrachte er weitgehend in Rom, wo den 64-Jährigen im Jahr 1900 durch eine Lungenentzündung der Tod ereilte.
Haseltine war Mitglied in New Yorks Century Association, im Salmagundi Club, im Kunstverein München und in der Accademia di Belle Arti in Rom. [Auszug Wikipedia]

William Stanley Haseltine: Pilatus, ca. 1880, Öl auf Leinwand, 35 x 63 cm, Privatbesitz(c) Joe Amberg
Pilatus, ca. 1880, Öl auf Leinwand, 35 x 63 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Clara Porges

Clara Porges, geborene Clara Sommer (* 17. September 1879 in Berlin; † 17. Mai 1963 in Samedan) war eine deutsche Malerin der Moderne, die ab 1918 in der Schweiz lebte.

Clara Sommer besuchte von 1896 bis 1898 die Städtische Kunstschule in Berlin, die zu dieser Zeit von Max Liebermann geleitet wurde. Dort erhielt sie nicht nur die erste Ausbildung als Malerin, sondern auch als Musikerin. Von 1898 bis 1900 besuchte sie die von Conrad Fehr gegründete Akademie Fehr in Berlin. Einer ihrer Lehrer war dort Walter Leistikow, der die Berliner Künstlergruppe Vereinigung der XI gründete.

Ab 1901 unternahm Clara Sommer erste Studienreisen nach Österreich und Italien. In dieser Zeit lernte sie in Wien den Kunstprofessor und Maler Paul Kutscha kennen, der sie zu weiteren Kunstreisen ermutigte. 1905 heiratete sie den Österreichischen Violinisten Friedrich Wilhelm Porges. Ab 1905 folgten Aufenthalte in Heidelberg und München. In Irschenhausen bei München baute sie ab 1910 mit ihrem Mann ein Mal- und Musikatelier auf.

Angeregt durch den Briefwechsel von Friedrich Nietzsche mit „Peter Gast“ (dem deutschen Schriftsteller und Komponisten Heinrich Köselitz), kam sie 1911 zum ersten Mal nach Sils-Maria und war von der Landschaft am Silsersee außerordentlich beeindruckt. 1918 zog Clara Porges nach Sils-Maria. Eine Vielzahl ihrer Darstellungen der Landschaften im Engadin und im Bergell entstanden dort. 1932 starb ihr Mann.

Ihre Reisen und Bekanntschaften führten sie oft auch ins Tessin, wo sie sich im Kunstsalon der Villa Margherita in Bosco Luganese engagierte. Besonders die Stimmungen am Silsersee und am Luganersee wurden von ihr immer wieder gemalt.

Literatur:
Biografisches Lexikon der Schweizer Kunst. Zürich 1988. Band 2, Seite 833.
Sergio Michels: Clara Porges – Die Malerin des Lichts. 1. Band, Michels Design Art Editions, Comano 2013.
Sergio Michels: Clara Porges – Die Malerin des Lichts. 2. Band, Michels Design Art Editions, Comano 2015.
[Quelle: WIkipedia]

Clara Porges: Ausblick von Soglio nach Chiavenna, Öl auf Leinwand, 65 x 85 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Ausblick von Soglio nach Chiavenna, Öl auf Leinwand,
65 x 85 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg

Karl Arweiler

Karl Arweiler (* 1888 in Saarbrücken; † 1962 Berlin), deutscher Landschaftsmaler, tätig in Saarbrücken und Berlin, Mitglied der Vereinigung bildender Künstler Berlin.

Karl Arweiler: Garmisch mit Waxenstein, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Garmisch mit Waxenstein, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm,
Privatbesitz (c) Joe Amberg

Karl Arweiler: Vierwaldstättersee, Öl auf Leinwand, 85 x 115 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Vierwaldstättersee, Öl auf Leinwand, 85 x 115 cm,
Privatbesitz (c) Joe Amberg

Karl Arweiler: Sisikon mit Urirotstock, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm, Privatbesitz (c) Joe Amberg
Sisikon mit Urirotstock, Öl auf Leinwand, 70 x 100 cm,
Privatbesitz (c) Joe Amberg